Ichtys - das Schleswiger Jesusboot

Der Fund des "Jesusbootes" am See Genezareth

 

Im Jahr 1986 war der Spiegel des Sees Genezareth in Israel so niedrig, dass der Grund sichtbar wurde. Zwei junge Männer entdeckten auf einem Spaziergang am Ufer südlich ihres Kibbuz Ginosar die Umrisse eines gesunkenen Bootes. Das Boot konnte geborgen werden. Archäologen datieren es in die Zeit zwischen 100 v. Chr. und 70 n. Chr. Es stammt so möglicherweise aus der Zeit Jesu und wird deshalb „Jesusboot" genannt. Der Bootsrest war 8,50 m lang und 2,30 m breit. Es ist aus einem Eichenrahmen und Zedernplanken gebaut, hatte vier Riemen, ein Seitenruder und ein viereckiges Rahsegel. Wahrscheinlich wurde es zum Fischfang eingesetzt, war aber auch dazu geeignet, Personen und Güter zu transportieren. Aufgrund der Größe konnte es mindestens15 Passagiere, einschließlich einer fünfköpfigen Besatzung und Ladung aufnehmen.

 

Der Nachbau des Schleswiger Jesusbootes

 

Auf der Flensburger Museumswerft ist für das Bibelzentrum Schleswig ein solches Boot in schwimmfähiger Ausführung nachgebaut worden, auf dem erlebnispädagogische Fahrten auf der Schlei angeboten werden. Die vielen See- und Meeresgeschichten der Bibel können dabei Kindern und Erwachsenen anschaulich nahe gebracht werden. Bei ökologischen Fahrten kann die Schlei als ein besonders schönes und schützenwertes Gewässer erlebt werden.

So passt das Jesusboot gut zu den anderen Angeboten des Bibelzentrums Schleswig, in denen die Geschichte und die Geschichten der Bibel ganzheitlich und mit allen Sinnen erlebt werden.



Am 1. Mai 2010 lief das Jesusboot vom Stapel